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Veröffentlicht am 16.03.2021

Ein Leben ohne Instagram ist für viele Menschen kaum noch vorstellbar. Immerhin unterteilt sich die Welt aktuell in Menschen, die auf Instagram aktiv sind, und diejenigen, die Dir erklären können, warum sie keinen Account haben. Das heißt, dass selbst die Menschen, die Instagram nicht nutzen, wissen, was Instagram ist. Umso verwunderlicher ist es, dass kaum jemand weiß, wie Instagram eigentlich zur Weltmacht aufgestiegen ist. Oder war Dir etwa bewusst, dass Instagram einst für Whiskyfans erstellt wurde?

Wie Instagram gegründet wurde

Instagram wurde 2010 von Mike Krieger und Kevin Systrom entwickelt und veröffentlicht. Was jedoch die wenigsten Menschen wissen, ist, dass die ursprüngliche App weder Instagram hieß, noch für die Zwecke gebraucht wurde, die wir heute kennen und lieben. Kevin Systrom entwickelte stattdessen den Code für eine App namens „Burbn“. Als Whisky- und speziell Bourbonliebhaber wollte er eine Plattform haben, auf der die besten Locations für gemeinsames Genießen dieser Getränke eingetragen wurden. Garniert mit ein paar passenden Fotos konnten sich Fans des Whiskys so lokal vernetzen. Das Coden hatte Systrom sich selbst in seiner Freizeit beigebracht und die App war zunächst nichts anderes als eine kleine Spielerei. Doch nach einer Weile fühlte es sich an, als könnte mehr daraus werden. Systrom war aber kein geborener Businessexperte oder etwa ein Coding-Wunder. Er hatte einfach eine richtig gute Idee zur richtigen Zeit. In einer Bar bei einem Networking Event traf er einige Investoren, die sofort begeistert von seinem Prototyp der App waren. Er kündigte seinen Job und innerhalb von zwei Wochen hatte er durch Investoren circa 500000 Dollar Startkapital für sein Projekt bekommen. Sofort nutzte Systrom diese Möglichkeit, um mit seinem alten Studienkollegen zusammenzuarbeiten – Mike Krieger. Ihm hatte er schon einige Jahre zuvor von der Burbn-Idee erzählt. Zu dieser Zeit gab es etliche ähnliche Fotoapp Projekte – nach den Erfolgen von YouTube und Facebook waren alle auf der Suche nach der nächsten großen Sache. Systrom und Krieger trafen die richtige Entscheidung und konzentrierten sich nicht auf Spielereien, sondern vor allem auf das Posten und Teilen von Fotos. Denn die circa 100 Nutzer der App „Burbn“ (fast alles Freunde und Bekannte von Systrom) gaben an, dass sie vor allem das Teilen von Fotos toll fanden. Zu der neuen Zielsetzung des Projekts gehörte auch gleich ein neuer Name: Instagram, eine Wortneuschöpfung aus „Instantcamera“ und „Telegram“. Im Oktober 2010 wurde die App für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Dezember 2010 nutzten mehr als 1 Million Menschen die App. Instagram war geboren.

Instagrams rasante Entwicklung zur Branchengröße

25 Millionen Dollar – so viel war Instagram schon nach wenigen Monaten im Jahr 2011 wert. Der Hype sollte kein Ende nehmen. Twitter versuchte, die Plattform für circa 500 Millionen Dollar zu kaufen. Die Gründer lehnten ab und wurden belohnt: Im April 2012 kaufte Facebook die App für 1 Milliarde Dollar und garantierte gleichzeitig, dass das Unternehmen Instagram bestehen bleiben würde. Die Zahl 1 Milliarde ist auch heute noch relevant: Denn im Jahr 2020 nutzten so viele Menschen die App. Davon allein in Deutschland 21 Millionen. Die Hälfte der Nutzer, also über 500 Millionen Menschen, schaut oder postet selbst jeden Tag Storys. Und weil wir gerade über Zahlen sprechen: Mittlerweile wird Instagrams Wert auf 100 Milliarden Dollar geschätzt.

Krieger und Systrom: Was ist aus ihnen geworden?

Kevin Systrom und Mike Krieger sind mittlerweile nicht mehr Teil von Instagram. Naja, sie sind nicht mehr Teil des Unternehmens, doch sie sind selbstverständlich immer noch mit einem Account vertreten. Ansonsten haben sie sich weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Da beide noch recht jung sind – Systrom ist Jahrgang 1983 und Krieger 1986 – ist aber zu erwarten, dass sie alleine oder sogar zusammen eines Tages doch noch mal mit einer Idee um die Ecke kommen. Krieger hat beispielsweise 2020 eine App entwickelt, die dabei half, die Verbreitung von COVID nachzuverfolgen. Zum Abschluss noch zwei Zitate, die ganz gut beschreiben, wie bescheiden die Anfänge von Instagram waren. Kevin Systrom auf die Frage, ob er sich als erfolgreich beschreiben würde (2011): „Ein Erfolg war es für mich, als meine Eltern angefangen haben, die App zu nutzen.“ Mike Krieger erzählte in einem Interview eine Geschichte aus den Anfangsmonaten von Instagram: „Einmal bin ich aufgewacht und hatte eine Mail, in der stand, dass die Seite nicht erreichbar war, und ich dachte mir: Wer hat sich drum gekümmert? Shane, hast du das erledigt? Kev, hast du das erledigt? Nein. Und letztlich am Terminal loggst du dich ein und siehst, was du als Letztes getippt hast. Offensichtlich hatte ich es um 3.30 Uhr morgens, komplett betrunken, geschafft, Instagram wiederzubeleben. So sehr hatten wir damals zu kämpfen.“

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